KurZe Erklärung: Hier finden sich kurZgeschichten von meiner wenigkeit. Wie der Titel schon vermuten lässt sind sie nich fröhlich oder lustig also genau das was mein Leben auch nicht ist und deshalb schreibe ich sowas... Wenn ihr davon was verwenden wollt, dann bitte unter nennung des Autors... ^^ Ich habe auch ne Art Roman in arbeit, aber aus Urheberschutzrechtlichen (was ein Wort oô xD) Gründen, wird davon hier nichts erscheinen... würde eh nicht so ganZ zu dem Stil passen x) Na dann, viel Spaß beim Lesen, ich empfehle mich. ;D

Vereiste Seele, freier Geist.

Er hatte es wieder getan. Er hatte es wieder getan und es gab nichts was es aus ihrem Kopf hätte fortnehmen können, aus ihren Gedanken, aus ihrer Seele. Diese Hölle lebte sie seid fünfzehn Jahren und noch immer war jeder Tag eine neue Qual. Sie wollte nicht mehr sehen, nicht mehr hören, nie wieder fühlen. Nie wieder! Sie wusste noch wann alles begonnen hatte. Als sie drei Jahre alt war hatte alles angefangen. Zumindest war das das früheste zu dem ihr sonst so verborgener Garten von Erinnerungen sich zu öffnen vermochte doch sie wollte sich nicht daran erinnern müssen. Seid dem war es nur noch Berg ab gegangen.

Wieder weinte sie sich in den schlaf, bemüht das was geschehen war zu vergessen, in ihre Fantasie zu flüchten, endlich ruhe zu finden. Sie wollte dass er sie nie wieder berührte, nie wieder beschmutzte, nie wieder ihrer Seele so wehtat. Ihr Körper war voller Narben- die meisten davon waren allerdings ihr eigenes Werk. Sie hatte früh gespürt dass sie etwas fühlte wenn sie sich selbst verletzte. Und das das nicht der unendliche Schmerz war den sie von der Hand ihrer Eltern kannte, nicht das brennen auf der Seele oder die Stiche im Ohr und im Herzen von den Worten die man zu ihr sagte, sondern das es Erlösung war. In ihrem Kaputten Geist kam der Schmerz ihr zu gute. Er machte sie freier als alle Medikamente, alle Drogen die sie ihr gegeben hatten. Und die Narben, wen kümmerten die schon? Sie hatte nicht die Hoffnung den Horror zu überleben, sie hatte nie einen Gedanken daran verschwendet was nach dieser Hölle wohl kommen mochte. Der Tod, oder vielleicht ein Leben außerhalb von Schmerz, Hass und Trauer? Sie hätte sich ein solches Leben gewünscht doch sie wusste dass sie es niemals schaffen würde. Sie wollte, aber sie würde es niemals schaffen; nicht so allein wie sie war. Sie hatte einmal an Gott geglaubt, darauf vertraut dass er sie retten würde, doch wo war Gott jetzt? "Wo bist du?" rief sie laut und richtete ihr Gesicht zur Zimmerdecke. Sie saß zusammengekauert in einer Ecke ihres kleinen Zimmers denn sie konnte nicht in dem Bett schlafen. Nicht nach all dem was dort geschah... Nein sie wollte diese Hölle die sie Krank machte, keinen Tag länger durchleben sie konnte nicht! Sie schlich sich ins Badezimmer und stellte das Badewasser an. Ihre Eltern schliefen schon und es wäre ihnen ohnehin egal, da war sie sich sicher. Langsam entkleidete sie sich und holte eine Rasierklinge aus der Schulblade mit Rasierutensilien. Sie legte sich in das warme Wasser und schloss die Augen...

Alles schien ihr mit einem Mal so einfach, auch die Wunden die sie sich zufügte taten ihr nicht weh. Sie freute sich, denn auch wenn nichts kommen würde, war sie sich sicher dass sie in den Himmel kommen musste. Denn die Hölle hatte sie hier auf Erden durchlebt. Während sie mit jedem Atemzug mehr und mehr ihr Leben aushauchte, dachte sie an alles was sie zu verlieren hatte. Es viel ihr nichts ein. Sie glitt langsam aber zum ersten Mal in ihrem Leben wirklich Glücklich, in den Schlaf eines Toten hinüber, der ihr die Ruhe brachte die sie sich immer erträumt hatte und die ihr auf Erden vergönnt gewesen war...

 

Tod in Trauer; verderben in Träumen

Sie war noch so jung, so einsam und so verletzlich. Das unbeschwehrte Lachen eines Kindes war erloschen, gestorben, vereist. Es hatte sich in Angst verwandelt. Keine Tränen, keine Hoffnung, nichts war in ihren Augen außer leere und irgendwo ganz tief- Trauer.

Ihr Körper war so kalt und Ihr Gesicht so weiß, wie der frische Schnee, der sie leicht zudeckte. Niemand wusste das sie hier war. Aber sicherlich würde man nach ihr suchen- bald.

Und wenn man sie finden würde, würden Selbstvorwürfe diese menschen zerstören. Denn sie hatte noch ihr ganzes Leben vor sich gehabt. Doch es war zu spät. Zu spät für Gefühle.

Tränen waren geflossen und werden fließen, denn der Tod bringt Trauer mit sich ohne es zu wolen und in der Ferne hört man Glocken, denn sie ist nicht die einzige die gestorben ist...

Die Nacht bricht herrein und es wir still. Trauer in der Dämmerung. Nebel in der Nacht ohne Morgen.

Kein Mensch wandelt auf diesen Wegen durch die Dunkelheit. Niemand weint um sie und tausend schmerzvolle Sekunden nehmen die Schatten nicht mit. Sie lassen nicht vergessen und nicht in stille sterben. Vertrauen geht verloren und Liebe hat es nie gegeben. Ein einziger Blick zerstört Welten, eine Berührung erstarrt und niemand kann es ändern. Es wird zu viel vergessen, es wird zu wenig gesehen, das Leben geht friedlich weiter und stille Trauer umgibt ihr Grab...

 

 

Schuldig...

Mein Brustkorb fühlte sich an als sei er ausgehöhlt und dann mit flüssig- schwarzem Gift Gefüllt worden.

Wenn ich wieder an diesen Ort gelangte, diesen leeren, kalten Ort, wurde das das Licht zur Erlösung. Oft dachte ich das mir das Licht, welches unter der Tür hervor leuchtete wenn er zurück kam, mir Angst machen sollte, doch was mir wirklich Angst machte, war die Einsamkeit. Alleine lag ich in dem dunklen Raum. An den Boden genagelt an Armen und Beinen, und hoffte jede Qualvolle Sekunde das er zurückkehren und mir den Schmerz nehmen möge. Wenn er dann wieder kam und es wieder tat, mir wieder die Droge gab und dann alles mit mir tat was seinem kranken Hirn einfiel, dann hasste ich mich dafür dass ich mir gewünscht hatte, er möge wieder kommen.

Wenn er wieder fort war, weinte ich. Jedoch nicht wegen dem was er mir antat oder wegen dem Schmerz, sondern weil ich es wollte. Ich wollte dass er bei mir war, um jeden Preis.

Schon früher hatten alle gesagt er sei nicht Gesund für mich, ich solle ihn verlassen; doch ich blieb. Er tat mir so oft weh, brach meinen Willen, zerbrach meine Seele, doch ich blieb im naiven glauben das es Liebe sei.

Und als ich ihn dann verließ als es einfach nicht mehr auszuhalten war, ließ er mich nicht los. Sein Gesicht war es, das ich in jedem Traum sah, seinen Atmen den ich bei jedem Windstoß am Ohr spüren zu glaubte. Aber er war tatsächlich noch nicht fertig mit mir, und dafür dass ich ihn verlassen hatte, ihn allein gelassen hatte, dafür tat er mir das alles jetzt an.

Das schlimmste war das Gefühl, es verdient zu haben. Das Gefühl, schuldig zu sein.

Ich hatte kein Zeitgefühl, ich wusste nur dass ich nicht wollte dass er ging, dass ich nicht wieder eine Ewigkeit allein sein wollte, allein in der Dunkelheit. So viel Angst mir seine Stimme an meinem Ohr auch einflösste, sie gab mir halt in all dem Nichts das mich zu verschlingen drohte.

Als sie mich dann fanden, waren nur einige Tage vergangen. Sie kamen und befreiten mich... Aber nach all der Zeit kehre ich jede Nacht in diesen Raum zurück, jeden Moment wenn ich die Augen schließe, fühle ich seine Berührungen, seinen heißen Atem auf der Haut, und die Worte die er mir liebevoll ins Ohr stöhnte während er mir weh getan hatte.

Diesen Raum, diese verdammten Qualen, und vor allem ihn werde ich nie wieder vergessen können. Selbst wenn ich mich trauen würde Pillen zu nehmen oder mir die Pulsadern aufzuschneiden, weiß ich ganz genau dass mein letzter Gedanke bei ihm wäre...

 

 

Gefühllos?

Nach ihren Gefühlen hatte man sie gefragt. Alles was sie dazu sagen konnte war "Tot..." Denn Gefühle hatte sie lange nicht mehr. In ihrer eigenen kleinen Welt, da gab es keine Gefühle, und trotzdem waren dort alle zufrieden. Denn der Schmerz, den Gefühle jeglicher Art mit sich brachten, war es ihr nicht wert. Wozu sollte man Liebe oder Zuneigung fühlen, wenn sie immer wieder zu Schmerz wurde? Sie hatte so oft eingesteckt, so oft vergessen und viel zu oft dabei ihre Seele zerstört. Sie wollte nicht mehr das ihr jemand weh tat oder ihr nahe kam, denn mit dem Leben kam sie einfach nicht klar. Die Nähe eines anderen, die wärme auf der Haut zu Spüren, den Herzschlag einer anderen Person... Sie mochte nicht einmal daran denken dass ihr jemals jemand wieder so nahe kam. Sie wollte nie wieder ihr Herz öffnen, nie wieder so verletzt werden. Ihre ehemalige Gefühlswelt war zerstört, und wenn sie je dorthin zurückgekehrt wäre, hätte sie wohl an gebrochenem Herzen sterben müssen. Alles was hier zurück geblieben war, war ein Scherbenhaufen, mit Scherben von Erinnerungen glücklicher Tage, Tage in denen sie noch hatte lachen und weinen können. Jetzt hatte sie sich so weit verschlossen, dass sie nicht einmal mehr Trauer empfinden konnte. Alles was ihr geblieben war, war die völlige Leere an der sie sich krampfhaft festklammerte, um nicht den Boden unter den Füßen zu verlieren. Denn wenn das passieren würde, dann würde sie nicht mehr hoch kommen. Sie würde gebrochen liegen bleiben und darauf warten zu vergehen. Aber sie durfte sich nicht aufgeben, durfte nicht zulassen dass sie ganz zerstört wurde, denn das würde ihr Ende bedeuten. Und so sehr sie auch alle Gefühle von sich wies, konnte sie den Gedanken nicht ertragen, irgendeinen Menschen allein zu lassen, da sie selber nur zu gut wusste was es heißt, wirklich allein zu sein... Doch wenn sie wirklich nichts mehr fühlte, warum wollte sie dann nicht gehen? Und wenn sie wirklich innerlich so tot war, warum war ihr dann nicht alles egal? Warum kann sie nicht einfach vergessen, und endlich gehen? Ihre Seele schrie danach, doch irgendetwas war da, ganz tief in ihr, das einfach nicht zulassen wollte dass sie es einfach tat... So sehr sie auch litt, so sehr sie blutete und so sehr sie auch nach Erlösung flehte, blieb sie. Ihre Seele war vor langer Zeit an einen besseren Ort geflohen, und ihre nunmehr leere Hülle würde auch mit der Zeit verschwinden, damit nichts von ihr zurückblieb, außer ein Gedanke, der auch irgendwann im Wind verweht...

 

 

 

Was hast du mir angetan?

Ich habe dir alles gegeben, alles geschenkt was ich hatte... Mein Herz, meine Seele, meine Liebe. Ich hatte Angst, doch du warst in allem so sicher, und daran klammerte ich mich wie besessen fest. Ich wollte dich nicht los lassen... Ich wollte dich nicht verlieren, weil ich genau wusste das ich dann auch mich selbst verlieren würde...

Doch dann verloren wir beide die Kontrolle, plötzlich war alles so anders, so kalt geworden... Ich suchte nach dir, nach deinem Herz, das ich so sehr geliebt hatte... wohin ist es verschwunden? Völlig allein stand ich in der dunkelheit meiner Seele, vor dem Abgrund und rief nach dir, flehte das du kommen und mich retten mögest, doch du kamst nicht... Ich weinte, ich schrie, meine Seele blutete, aber es kümmerte dich nicht. Teile von mir sterben, immer größer, immer schneller. Und du, der du dies alles ändern könntest, dich interessiert es nicht. Dir ist es egal, ob ich tausend Qualvolle Tode sterbe, denn du hast mich vergessen. "Und vergessene werden nicht vermisst..." dachte ich noch, und drückte die Klinge in meinen Arm. Dein Name in Blut geschrieben, war mein Todesurteil...

 

 

Der Hilferuf...

Es war der erste Tag meines Lebens... Ich lebe seid 15 Jahren, und doch... es war der erste Tag, an dem ich lebte. Wie das sein kann? Zum ersten mal hatte ich das Gefühl zu leben, das Gefühl nicht leer zu sein, nicht allein zu sein, nicht schwach zu sein, vielleicht doch gebraucht zu werden... Das Gefühl, geliebt zu werden... Es war unbeschreiblich, es war stärker als der Schmerz, stärker als alles Negative. Trotzdem ging es verloren, und ich fiel wieder in das tiefe schwarz, das mich seid langer Zeit schon umgab. Waren meine Schreie denn nicht laut genug, dass ihr sie missachtet habt? Waren sie nicht verzweifelt genug, um ernst genommen zu werden? Waren meine Arme nicht zerschnitten genug, nicht geschunden genug, um zu zeigen dass meine Seele blutet? Klang mein lachen nach dem unbeschwerten lachen eines Kindes, das ihr es geglaubt habt? Oder wolltet ihr einfach meinen Schmerz nicht sehen, weil ihr euch sonst eingestehen müsstet, dass es auch eure Schuld ist? Denn es war ja mein Schmerz, nicht der eure, und das sollte auch so bleiben, damit ihr in eurer heilen Welt aus Lügen und Ignoranz bleiben, und nicht der Wahrheit ins Auge blicken müsst...

Jetzt weinen sie alle, weinen an meinem Grab, beweinen meinen tot... Sinnlos finden sie ihn, nutzlos, sie verstehen nicht, warum ich mir das angetan habe. Aber was taten sie mir denn an? Lange genug hätten sie die Gelegenheit dazu gehabt, mich zu retten, ich habe verzweifelt darauf gewartet, dass sie es tun würden... und jetzt? Sie sagen alle dass sie es nicht gewusst hätten, dass sie es nicht geahnt hätten, aber sie wussten es genau. Alles was sie taten, war weg zu sehen, um nicht spüren zu müssen was ich fühle. Als ob sie das je gekonnt hätten... Der Schmerz der mich zerreist, mich sogar in den Tod getrieben hat, war mein eigener, für niemanden sonst interessant, oder existent. Und was man nicht sehen will, sieht man auch nicht.

Ich hatte zu große Angst vor dem Leben, um meinen tot zu bedauern, und Sinnlos war er ganz sicher nicht... Meine Aufgeschnittenen Pulsadern waren der letzte verzweifelte Hilferuf, der wie auch alle anderen ungehört im Nichts verhallte, und so bin ich auch meinen Tot nicht schuld... Ihr alle habt es nicht anders gewollt, und nun ist es soweit gekommen... Es stimmt schon was man sagt. "Lebe und du wirst gequält und gehasst. Sterbe und du wirst geliebt und vermisst..." Nun, da es mir nichts mehr nützt, habe ich die Liebe und die Anerkennung, nach der ich mich mein Leben lang sehnte. Ich hoffe ich konnte euch dennoch wachrütteln... Denn mit der Schuld, dass mein Leben vorbei ist, müsst nun ihr leben!

 

 

Gefallener Engel...

Sanft und rein, Engel sind vollkommene Wesen... Einst nannte mich auch jemand Engel, aber diese Zeiten sind lang vorbei... Denn ich bin ein gefallener Engel, zu tief gestürzt, zu sehr verletzt, um noch leben zu können. Der Schmerz der mich seinetwegen durchbohrt, ist zu stark um damit zu leben, aber auch zu süß um einfach zu sterben. In der Liebe findet man doch meist den schönsten Schmerz. Ich friste meine Tage, lieblos, leblos und nicht im glauben, das sich daran noch mal etwas ändern würde. Ich bin zu tief gefallen, und am Abgrund steht man doch allein... man schreit, man weint, man will nicht, aber letzten Endes ist niemand da, und man muss gehen, muss Abschied nehmen... Es tut mir so Leid um all jene die ich zurücklasse, aber ich weiß auch das keine echte Träne, die aus Trauer über den Tot meiner Seele geweint wird, je mein Grab benetzt. Denn geliebt wurde ich nie, und habe auch nie geliebt.

Mit der Klinge in der Hand spielt das alles keine Rolle mehr, doch irgendwie macht es mich nachdenklich, und ich verharre einen Moment. Schweigend sitze ich da, starre in die Leere, und in meinem Kopf beginnen sich die Gedanken zu drehen. Du hast hier nichts mehr, also was hält dich? Eine Frage, die ich mir selbst nicht beantworten kann, und doch, irgendwas lässt mich nicht gehen, nicht in Stille sterben. Tränen rinnen über meine Wangen, und aus meiner Kehle dringt ein Schrei. Ich sinke zu Boden, werfe die Klinge fort, und weine, bittere, kalte Tränen. Auch nach all dem was er mir angetan hat, wie sehr er mich auch verletzt und allein gelassen hat, nach allem was er in mir zerstört hat, ich habe nie aufgehört ihn zu lieben... Auch wenn ich weiß dass er mich lange nicht mehr liebt, oder vielleicht sogar nie geliebt hat, für mich war es realer, als alles andere. "And even in death, our love goes on..."

 

What I feel...

Du hast mir wehgetan. Du hast mich auf den Boden geschmissen, bist auf meinem Herzen rumgetrampelt und hast meine Gefühle mit Füßen getreten. Du hast es genossen, den Schmerz, die Angst in meinen Augen, das ich mich quäle und dennoch bleiben wollte, daran festhalten wollte. Ich war jung, ich war naiv, ich war unerfahren und das hast du ausgenutzt. Du hattest Spaß daran, mich ganz an Boden zu sehen, und mich trotzdem immer noch tiefer zu drücken, bis in den Bodenlosen Abgrund. Weißt du was ich nach all dem immer noch für dich fühle? Ich fühle HASS. Den blanken hass, so stark habe ich ihn noch nie gespürt, und wollte es auch eigentlich nie, aber alles was du mir angetan hast, bringt mich dazu. Du hast mich innerlich komplett zerfetzt, und ich musste mit gebrochenen Flügeln am Boden der harten Realität zurück bleiben, während du zurück in deinen Himmel voller Lügen fliegst. Ich habe mich erholt, weil es bessere Menschen gibt, die mir nicht wehtun, sondern mich halten, und mich lieben. Jetzt habe ich den Halt den ich brauche, und ich werde darum kämpfen. Ich werde das nicht Aufgeben, weil ein Gespenst aus meiner Vergangenheit mich jagt, oder mich einholen will. Denn ich weiß genau das ich schneller sein werde, denn ich habe jemanden an meiner Seite, jemanden den ich liebe. Du kannst mir nichts mehr anhaben, glaub mir, das letzte was ich dir mit auf den Weg geben will ist, das ich dich HASSE!!!

 

Endless...

Ihr Körper war in feuchtes Gras gebettet, ein sanfter Wind umspielte ihr Haar und ihr zerrissenes weißes Sommerkleid, ließ die Fetzen durch die Luft fliegen, wie zerfetzte Träume. Ihr unbeschwertres Lachen hatte man ihr genommen, ebenso wie den Glanz in den Augen. Nun waren sie Matt und Ausdruckslos. Warum hatte man ihr das angetan? Sie hatte nie jemandem etwas getan, sie war ein kleiner Engel... ein Engel der nun auf den Schwingen der Nacht fortgetragen wird, ohne das die Schmerzen enden. Warum tat man ihr so weh, raubte ihr alles, und lies sie dann im Schatten zurück? Alleine sitzt ihre schwindende Seele auf der Schaukel die am Kirschbaum vor dem Haus hängt, und starrt auf ihre Leiche. Man suchte sicher schon nach ihr... und wenig später fand man sie auch. Ihre hinterbliebenen weinen, verstehen nicht wer einem Kind soetwas hatte antun können, verstehen nicht warum es mit ihr geschehen ist, warum sie fortgenommen wurde... alles lichtet sich, der nächste Tag bricht an, und leise hört man die Schaukel im Wind ächzen... Ihre Mutter schaut aus dem Fenster, und meint für einen Moment ihre kleine Tochter auf der Schaukel sitzen zu sehen, und rennt nach draußen. Alles was sie findet ist eine kleine Spieluhr am Fuße des Baums, die ihr trauriges Lied weiter hinaus in die Ferne singt, um an eine zerbrochene Seele zu erinnern, die in alle Ewigkeit weinen wird...